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Information über die Kursinhalte:
(1) Anthroposophische Heilkunde - Eine Einführung
Anhand von einfachen Krankheitsbildern wie Erkältungen sollen Prinzipien diagnostischer und therapeutischer Herangehensweise vermittelt werden.
(2) Das Bild des Menschen I - Dreigliederung
Der strukturiert-systematische Blick auf den Patienten und die Beobachtung seiner Polaritäten wie Nerven-Sinnes-System und Stoffwechsel-Gliedmaßen-System sowie des verbindenden Rhythmischen Systems ist ein wertvolles diagnostisches Instrument. Hier soll es unter anderem am Beispiel des Hyperkinetischen Syndroms praktisch dargestellt werden. (
(3) Das Bild des Menschen II - 4 Ebenen
Die Physis ist allgemeiner Gegenstand wissenschaftlicher Praxis. Die Anthroposophische Heilkunde arbeitet darüber hinaus noch mit der Lebenskraft, der Seele und dem Geist des Menschen. Wie wichtig die klare Anschauung über diese menschlichen Komponenten ist und was sie zur gezielten Diagnostik und Therapie beitragen, wird heute auch am Beispiel des Diabetes mellitus Typ 2 gezeigt.
(4) Der christliche Weg als Heilsprinzip - Die Unterscheidung zwischen gut und böse
Die Anthroposophie ist jeder Religion gegenüber aufgeschlossen. Eine bestimmte Religionszugehörigkeit ist nicht Voraussetzung für Anthroposophie. Allerdings hat Rudolf Steiner, der Begründer der Anthroposophie Christus in einem überreligiösen Zusammenhang als Menschheitsrepräsentanten genannt, der zwischen verschiedenen Formen des Bösen vermittelnd steht. Dieser Ausgleich, der von jedem Menschen zu seiner Gesundung geleistet werden muss, erfordert aber erstens das Wissen über verschiedene Qualitäten des Bösen wie auch den Willen, sich von ihm zu befreien.
(5) Die Entwicklung des Menschen - in seinem Lebenslauf
Der Sinn des Lebens zeigt sich in der menschlichen Entwicklung. Verschiedene Lebensabschnitte unterliegen dabei verschiedenen Einflüssen, woraus sich verschiedene Aufgaben für Menschen in verschiedenen Lebensaltern ergeben. Wenn aber aus der Kenntnis über Gesetzmäßigkeiten von Lebensrhythmen Schwierigkeiten und Krisen verglichen werden, wird häufig die Wurzel von einem Übel zutage gefördert, die dann spielerisch aufgelöst werden kann. Diese als Biographiearbeit bereits in Managementschulungen und Konfliktberatungen etablierte und genutzte Technik aus Erkenntnis ist auch für die Heilkunde von Bedeutung: Durch die richtige Bewertung aktueller, den Patienten bestimmender Prozesse im Vergleich zur Anamnese werden adäquate Therapien und Anleitungen zur Selbsthilfe von Patienten möglich. Das Krankheitsbeispiel ist heute ein Fall von Hüftdysplasie.
(6) Sinneslehre - Die 12 menschlichen Sinne nach anthroposophischem Verständnis
Alle 12 Sinne des Menschen müssen zu seiner Gesundung richtig ausgebildet werden. Dies ist eine wichtige Grundlage der Anthroposophischen Heilkunde.
(7) Gesundheit und Krankheit - Gesund = nicht krank?
Die konkrete Anschauung über aufbauende und abbauende Kräfte gibt einerseits ein differenziertes Bild von Gesundheit und Krankheit, andererseits wird klar, dass jeder Mensch beides immer in sich hat: Es geht um das rechte Gleichgewicht. Anhand von Fallbeispielen wird von Möglichkeiten des therapeutischen Umgangs berichtet.
(8) Prinzipien der Heilung
- Ansätze zur Gesundung
Nachdem im bisherigen Gang der Schulung Voraussetzungen geschaffen worden sind, kann jetzt verstärkt der Blick auf das Ziel der Anthroposophischen Heilkunde, die Heilung des Menschen, gerichtet werden. Wichtige Prinzipien werden beleuchtet, an erster Stelle die Bedeutung der Befreiung, der Selbstverantwortung und der zwischenmenschlichen Begegnung.
(9) Das menschliche Herz
- Organbetrachtung am Beispiel unseres Zentral-Organs
Nach gängigen Vorstellungen der Schulmedizin wird das Herz häufig nur als Pumpe betrachtet. Welche Aspekte sich aber bei einer ganzheitlichen Betrachtung aufschließen, kann überraschen: Rudolf Steiner, der Impulsator der anthroposophischen Medizin, betrachtete das Herz als Sinnesorgan. Vorgestellt wird ein Patient nach Herzinfarkt.
(10) Individuum und Umwelt - Gesundheit als gesellschaftliche Verantwortung
Therapeuten stehen vor der Frage nach einer adäquaten Haltung des Menschen zu sich selbst, der Menschen untereinander, des Therapeuten gegenüber dem Patienten und des Therapeuten gegenüber anderen Therapeuten. Diese Stellung kann nicht statisch verstanden werden. Vielmehr müssen verschiedene Polaritäten durch einen adäquaten Rhythmus miteinander verbunden werden. So lässt sich ein dynamisches Gleichgewicht finden, das sich zwischenmenschlich ausweiten kann. Harmonie ist hier Gesundheit. Therapeuten wirken katalysatorisch auf die Herstellung dieses Gleichgewichts im Patienten. Dies ist nur durch Begegnung möglich. Idealerweise wirkt der Gesunde durch sein eigenes Gleichgewicht harmonisierend auf seine Umwelt, wo er ihr begegnet. Gesundheit wird so zur Frage der Begegnung und zeigt eine Dimension gesellschaftlicher Verantwortung. Beleuchtet werden bewährte und bereits etablierte Institutionen und therapeutische Vorgehensweisen
(11) Goetheanismus und anthroposophische Geisteswissenschaft
- Weltanschauliche Grundlagen für die anthroposophische Heilkunde
Der Philosoph Descartes hat die Grundlagen für die heute allgemein anerkannte Wissenschaft gelegt: Danach kann der Mensch den Beweis für seine Existenz nur darin finden, dass er sich selbst als denkend wahrnimmt. Alles, was nicht vom Denken des Subjekts erfasst ist, wird zunächst als unbewiesen und damit vorläufig nicht existent erklärt. Die anthroposophische Geisteswissenschaft baut dagegen auf Erfahrungen, die von Goethe formuliert wurden: Der Mensch begegnet mit möglichst all seinen Sinnen und völlig offen der Welt, was dann zu innermenschlichen Erfahrungen führt, die durch eigene Produktivität entstehen. Dadurch lernt der Mensch sich selbst kennen. Das Zusammenfügen der Sinneseindrücke mit den inneren Erfahrungen führt dann erst zu Erkenntnis. Die Anthroposophie ergänzt diese Methodik durch bestimmte Übungen zur Erstarkung der Denkkräfte, die schließlich übersinnliches Wahrnehmen ermöglichen. Für die Heilkunde hat dies einen besonderen Stellenwert bezüglich Diagnostik und Heilmittelfindung.
(12) Die menschliche Niere
- Organbetrachtung: Anatomie Physiologie Bedeutung
Warum resorbieren unsere Nieren soviel Primärharn, um dann nur einen Bruchteil letztlich auszuscheiden? Arbeitet unsere Natur einfach ineffizient, oder verbergen sich hinter diesen Mechanismen andere Geheimnisse?
(13) Der anthroposophische Schulungsweg - Hilfen insbesondere für den therapeutischen Werdegang
(diese Veranstaltung ist aus Gründen der Intimität des Themas ausnahmsweise nur den Kursteilnehmern vorbehalten, die sich für den Gesamtkurs eingeschrieben haben!)
Anthroposophische Heilkunde ist mehr als nur eine Fortführung der klassischen Methoden sie erfordert anderes Denken. Zugangsmöglichkeiten zu diesem Denken sollen hier aufgezeigt werden, damit Interessierte den Einstieg finden können.
(14) Wie werde ich anthroposophischer Therapeut? - Wie also packen wir´s an?
Heute soll vor allem auf praktische Arbeitszusammenhänge, Fortbildungsmöglichkeiten und berufliche Optionen eingegangen werden.
(15) 3 Stunden für Fragen, Erfahrungsaustausch und Gespräch
-Fragen und Erfahrungen aus dem Kreis der Teilnehmer werden bewegt
Was sich aus dem bisherigen Gang des Kurses an Unklarheiten und Fragen entwickelt hat, aber auch was sich aus der Praxis als wertvoller Beitrag entwickelt hat, soll hier Raum finden. Gerne dürfen Fragen vorab schriftlich eingereicht werden, damit sie dann umso vertiefter besprochen werden können.
(16) Der Kosmos in uns - Menschliche Bezüge zur Außenwelt
Jeder Mensch ist für sich eine abgeschlossene Einheit. Doch die repräsentiert die große Welt. Heute soll systematisch Licht in dieses Geheimnis gebracht werden. Die therapeutische Relevanz dieser Erkenntnisse soll unter anderem anhand eines Fallbeispiels von spastischer Bronchitis gezeigt werden.
(17) Die menschliche Lunge - Organbetrachtung des rhythmischen Vermittlers zwischen innen und außen
Die Lunge nimmt in ihrer Beschaffenheit und ihrer Funktion eine besondere Stellung unter den menschlichen Organen ein. Heute wird das große Atemorgan beleuchtet.
(18) Diagnose - Ein Überblick über Möglichkeiten der Erkenntnisgewinnung über Gesundheitszustände
Diagnostik ist heutzutage die ausgefeilteste Stärke der Heilkunst; hier leistet die Schulmedizin einen nennenswerten Beitrag, aber auch die Alternativforschung ist mit vielen Möglichkeiten inzwischen längst etabliert. Es werden heute Grundzüge der anthroposophischen Vorgehensweise in der Diagnose veranschaulicht und praktisch vorgeführt. Für verschiedene allgemein praktizierte Methoden wird eine Einordnung gewagt.
(19) 3 Stunden für Fragen, Erfahrungsaustausch und Gespräch -
Fragen und Erfahrungen aus dem Kreis der Teilnehmer werden bewegt Was sich aus dem bisherigen Gang des Kurses an Unklarheiten und Fragen entwickelt hat, aber auch was sich aus der Praxis als wertvoller Beitrag entwickelt hat, soll hier Raum finden. Gerne dürfen Fragen vorab schriftlich eingereicht werden, damit sie dann umso vertiefter besprochen werden können.
(20) Therapie - Ein Überblick über Möglichkeiten der Behandlung
Die Palette der in unserer Gesellschaft praktizierten Therapieangebote ist vielfältig und bunt. Patienten fühlen sich häufig bedrängt, sich verschiedensten Behandlungsangeboten zu unterziehen und sind am Ende orientierungslos im Gewimmel sich teilweise widersprechender Ansätze. In der Anthroposophie wird der Mensch als ein Wesen betrachtet, dessen höchste Bestimmung sich nur in freier Eigenverantwortlichkeit entfalten kann. Alle menschliche Beeinflussung geschieht hier liebevoll unter dieser Prämisse. Innerhalb der anthroposophisch-geisteswissenschaftlichen Heilkunde haben sich entsprechend menschlich besonders adäquate Therapierichtungen entwickelt. Sie werden nun vorgestellt. (21) Schwangerschaft, Geburtsvorbereitung, Geburt, Stillzeit, Frühkindliche Entwicklung
Betrachten wir die Schwangerschaft als eine Zeit, in der sich der Geistkeim des Menschen aus einem weiten geistigen Umkreis heraus auf seinen Weg in den physischen Leib begiebt, hat das praktische Bedeutung für die Eltern in der Erwartungszeit der Schwangerschaft. In der Geburt erleben und bewältigen Mutter und Kind den Schwellenübertritt in unsere irdische Welt. Die Muttermilch können wir als kosmische Nahrung bezeichnen, die sowohl für die körperliche als auch die seelisch-geistige frühkindliche Entwicklung einzigartig ist.
(22) Die biographische Entwicklung des Kindes, Konstitutionstypen im Kindesalter
Die leibliche Entwicklung des Kindes dauert ca. 21 Jahre. Der physischen Geburt des Kindes folgen mit der Schulreife die Geburt des Lernleibes, der den leibfreien Anteil des Lebensleibes darstellt; mit der Geschlechtsreife die Geburt des Seelenleibes; mit der Volljährigkeit, die die Eigenverantwortlichkeit eines individuellen Ich beschreibt, beginnt die Erwachsenenzeit. Wir treffen bei den Kindern in ihrer Konstitution als so genanntes groß- oder kleinköpfiges Kind verschiedene Wesensgliederschwerpunkte an. Mit welcher pädagogischen Grundhaltung können wir die Entwicklung der Kinder förderlich unterstützen?
(23) Fieber, Kinderkrankheiten, Impfungen
Wir lernen das Fieber kennen als ein Werkzeug des Kindes, den von den Eltern geerbten Leib umzuschmelzen zu dem eigenen, individuellen Leib. Auch die Kinderkrankheiten haben diese Aufgabe, oft macht ihre Überwindung einen Entwicklungsschub möglich. Besonders diejenigen Kinderkrankheiten, die mit einem Hautausschlag einhergehen, können zu einer deutlichen Linderung bis hin zur Genesung einer allergischen Konstitution mit Neurodermitis führen. Wie entwickelt sich das kindliche Immunsystem? Was bewirken Impfungen? Wie kann ich Eltern zu einer individuellen Impfentscheidung führen?
(24) Aufmerksamkeitsstörungen, Unruhige Kinder, ADS
Aufmerksamkeitsstörungen im Kindesalter nehmen besonders bei den Buben dramatisch zu. Inzwischen werden über 10% aller Kinder deswegen schulmedizinisch medikamentös behandelt. Wonach fragen diese Kinder eigentlich? Welche Anforderungen stellen sie an uns als Familie und Gesellschaft? Wie könnte ein umfassendes pädagogisches und medizinisches Behandlungskonzept aussehen?
(25) Allergien, Neurodermitis, Asthma
Wie können wir die zunehmende Erkrankungsrate an Allergien menschenkundlich verstehen? Die Neurodermitis als Erkrankung des ersten Lebensjahrsiebts, das Asthma als Erkrankung des zweiten Lebensjahrsiebts, der Heuschnupfen als Erkrankung des dritten Lebensjahrsiebts. Möglichkeiten der Prophylaxe und Therapie durch pädagogische und medizinische Maßnahmen.
(26) Menschbetrachtung - Substanzbetrachtung - Heilmittelfindung
Goethe kennen manche Menschen nur als großen Literaten, wenige als Naturwissenschaftler, noch weniger als Geistesforscher - und fast niemand als Arzt. Für die anthroposophische Forschung hat er jedoch wichtige Grundlagen geliefert. Bei geübter Betrachtung nach goetheanistischer Methode kann die Heilwirkung beispielsweise einer Pflanze voraus-gesehen werden, bevor eine chemische Analyse oder eine Reihenuntersuchung durchgeführt wurde. Das Prinzip solcher Anschauung soll erläutert und gemeinsam geübt werden anhand der Substanzen Quarz (Silicea), Johanniskraut (Hypericum perforatum), Honigbiene (Apis mellifica).
(27) Die menschliche Leber - Organbetrachtung: Anatomie - Physiologie - Bedeutung
Die Leber ist das Organ mit den meisten verschiedenen Flüssigkeitsströmen im Menschen. Gegenüber anderen Organen zeichnet sie sich durch eine hohe Regenerationsfähigkeit aus. Sie ist unpaar angelegt
- Zufall oder Weisheit der Natur?
(28) Äußere Anwendungen innerhalb der anthroposophischen Therapie
- Einreibungen, Salbenauflagen, Wickel, Teilbäder
Äußere Anwendungen spielen in der Anthroposophischen Therapie eine wichtige Rolle und sind teilweise ohne großen Aufwand durchzuführen. Indikationen, Durchführung und Wirkungen werden besprochen und so weit erübt, dass Manches danach selbstständig durchgeführt werden kann.
(29) Anthroposophische Physiotherapie - Rhythmische Massage, Ölpackungen, Öl-, Bewegungs-, Überwärmungsbäder..
Physiotherapie erhält unter anthroposophischen Aspekten ein eigenes Gesicht: Wie die Durchführung teilweise modifiziert und ergänzt ist, so sind auch Indikationen und Wirkungen teils anders, teils erweitert gegenüber der klassischen Physiotherapie.
(30) 3 Stunden für Fragen, Erfahrungsaustausch und Gespräch
-Fragen und Erfahrungen aus dem Kreis der Teilnehmer werden bewegt
Was sich aus dem bisherigen Gang des Kurses an Unklarheiten und Fragen entwickelt hat, aber auch was sich aus der Praxis als wertvoller Beitrag entwickelt hat, soll hier Raum finden. Gerne dürfen Fragen vorab schriftlich eingereicht werden, damit sie dann umso vertiefter besprochen werden können. Abschluss
(31) Ernährungslehre in der zweiten Lebenshälfte -
Geistige Entwicklungsmöglichkeiten und
deren Unterstützung durch die Ernährung im Alter (42.-63.LJ).
Für den Leib hat dies zur Folge, „dass die Kräfte des Lebendigen durch ihr langsames Zurückziehen schwinden und das
mineralische Prinzip der Schwere Oberhand gewinnt“. In unsrer Zeit überwiegt allerdings die Tendenz , diese gesunde
Lösung von Lebens-,Seelen-. Und Ich-Kräften vom Leibe durch vielfältige Möglichkeiten (z.B. Hormone) zu behindern.
Damit diese notwendigen Prozesse in harmonischer Weise geschehen, ist es unerlässlich, seinen Leib als Instrument für
Seele und Geist zu pflegen. Die aufbauenden Funktionen müssen unbedingt angeregt und gestützt werden. Die Kräfte
ziehen sich allmählich aus dem Stoffwechsel-Gliedmaßen-System zurück. Es erfolgt die Lösung der Kräfte
schwerpunktmäßig aus dem rhythmischen System. Nun ist es notwendig einen neuen, ruhigeren Lebensrhythmus zu
finden. Es fällt auf, dass sich nun verstärkt die „Sinnestore“ schließen. Seh-Hörfähigkeit, Geruch, Gedächtnis und
Konzentration verringern sich. Eine besondere Pflege dieser Sinne ist notwendig, damit sich die Kontakte der Außenwelt
weiterhin gut ermöglichen.
Grundsätzlich ist es wichtig, die Nahrungsmenge den verlangsamten Stoffwechsel -Verhältnissen im Körper anzupassen.
Eine große Rolle spielt nun die Qualität der Nahrung.
Wir erfahren wie wichtig es ist, dass auf eine ganzheitliche Ernährung geachtet wird. Besteht doch eine weitere
Entwicklung darin, schon Entstandenes aufzugreifen, zu verwandeln und damit Neues zu schaffen Ganzheitliche
Ernährung bedeutet, dass sie sich am Natur- und Menschenverständnis orientiert. Sie kennt keine starren
Ernährungsvorschriften, sondern berücksichtigt ganz individuelle Bedürfnisse des Menschen., zu denen auch Konstitution
und Temperament gehören.
(32) Anthroposophische Heilmittelherstellung I
- Sal-, Sulfur- und Merkurprozesse
Die anthroposophische Pharmazie zeichnet sich besonders durch die Art der Herstellung aus. Dabei spielt die Biographie der
Arzneisubstanz eine entscheidende Rolle, ferner ihre Beziehung zum dreigliedrigen Organismus und der viergliedrigen
Organisation des Menschen. Die dreigliedrige Pflanze. Arzneimitteln aus dem Mineral-, Pflanzen und Tierreich. Die
Bedeutung homöopathischer Potenzen und der Applikationsformen.
(33) Anthroposophische Heilmittelherstellung II
- Destillat, Decoct, Infusum, Digestio, Mazerat, Röstung, Verkohlung, Veraschung, Erwärmung, Abkühlung, Belichtung, Verschüttelung
Feuchte und Trockene Wärmeprozesse. Mazerat, Digestio, Infusum, Decoct. Rösten, Verkohlen, Veraschen. Vegetabilisierte
Metalle und Mineralien, Rh-Verfahren, Mineralische Kompositionen nach dem Vorbild von Pflanzen.
Am Beispiel von Quarz, Equisetum arvense und Apis werden diese Herstellverfahren dargestellt und ihre Beziehung zu
therapeutischen Indikationen aufgezeigt.
(34) Anthroposophische Heilmittelherstellung III
– Kompositionen / Typenmittel
Eine Besonderheit anthroposophischer Arzneimittel sind die Kompositionen bzw. Typenmittel, die dem krank gewordenen
Organ oder Organismus ein Vorbild der gesunden Funktion vermitteln. Damit haben diese Arzneimittel auch für die
Gesunderhaltung und die Prävention einen wichtigen Stellenwert. Dies wird am Beispiel von Arzneimitteln für das Sinnes-
Nerven-System, das Atem- und Herzkreislauf-System und das Verdauungssystem dargestellt.(
35)
Homöopathie & Anthroposophische Medizin -
die menschengemäße Medizin der Zukunft.
Hahnemann hat der Medizin mit der Homöopathie eine neue Richtung gewiesen, in der nicht Substanzen, sondern Kräfte
der Arzneisubstanzen wirken. Das empirisch gewonnene Arzneimittelbild ist Bindeglied zwischen Natur und Mensch. In der
Anthroposophischen Medizin erklärt sich die Ratio zwischen Arzneimittel und erkranktem Menschen aus der gemeinsamen
kosmologischen Evolution der Naturreiche und des Menschen. Der pharmazeutische Prozess, in dem die gewordene
Natursubstanz durch den Menschen verwandelt wird, ist von zentraler Bedeutung, auch in Bezug zur Biographie des
Menschen. Gegenwärtig und zukünftig werden immer mehr Bewusstseinsprozesse an Bedeutung gewinnen. In diesem
Zusammenhang soll die Frage gestellt werden, wohin sich eine menschengemäße Medizin der Zukunft entwickeln muss, um
den kommenden Herausforderungen gewachsen zu sein.
(A)Anthroposophische Textarbeit – eine Einführung -
Lesen, mitdenken, nachdenken, eigenes Denken entfalten …
Als Grundlage dient der Vortrag „Nervosität und Ichheit“ von Rudolf Steiner vom 11. Januar 1912.
Im Zeitalter von Stress, vielfältigen nervösen Erscheinungen und Burn-Out-Syndromen gibt der Vortrag praktische
Anleitungen und Erkenntnisse zu dem Thema.
(B) Künstlerische Therapien
- 1.) Seelenübungen als Möglichkeit der Wahrnehmungsschulung - Bessere Diagnostik und direkte Wahrnehmung von Wirkungen
Durch praktische Übungen wird erfahren, wie durch bestimmte Seelenhaltungen eine direkte Wahrnehmung von Prozessen, Substanzen, Situationen usw. erlernt werden kann.
- 2.) Anthroposophische Maltherapie - Therapeutische Möglichkeiten des künstlerischen Ausdrucks im Bild
Aufgrund des Wissens um das menschliche Wesensgliedergefüge kann die anthroposophische Maltherapie wesentlich weiter eingesetzt werden als nur zur ästhetischen Selbstverwirklichung, Diagnostik und Therapie seelischer Ungleichgewichte oder als pädagogische oder Geschicklichkeitsübung. Indikationen und Ansätze werden hier praktisch erfahren.
- 4.) Anthroposophische Musiktherapie -Töne und Klänge als heilende Helfer
Musiktherapie ist auch außerhalb der anthroposophischen Heilkunde weit bekannt. Unter Berücksichtigung der anthroposophischen Diagnostik erhält sie allerdings einen besonderen Stellenwert und wird besonders eingesetzt. Praktisches Üben soll zur Erfahrung führen, wie Körper und Seele in Fluss gebracht werden können.
- 5.) Künstlerisches Plastizieren als anthroposophische Therapie - Gestaltende Kräfte praktisch erfahren
Das handfeste Umgehen und In-Form-Bringen von Materialien wie Ton und Lehm kann - richtig eingesetzt - krankhaft verschobene Prozesse im menschlichen Organismus von Aufbau und Abbau heilend beeinflussen.
(C) Heileurythmie – eine Einführung in ihre Technik
In der Heileurythmie als Bewegungstherapie wird der Mensch in seiner Ganzheit von Leib, Seele und Geist angesprochen. Die Lebenskräfte werden aktiviert, das Seelenleben vertieft und verstärkt und die eigene Biografie in ihrem Sinn und ihrer Struktur neu ergriffen. Die Therapie ist immer individuell auf den Einzelnen abgestimmt und hat als Grundlage ein System von Übungen, in dem es für einzelne Erkrankungen spezielle Übungen und Übungsreihen gibt.
Diese praktische Einführung in die Heileurythmie, die ursprünglich aus einer Bewegungskunst hervorgegangen ist, soll erfahrbar machen, wie die körperliche Darstellung von Urgesten, die mit Prinzipien anderer Bereiche wie sprachlichen Lauten, Tönen oder dem Tierkreis korrespondieren, das menschliche Kräftegefüge beeinflussen und heilen kann.
(D) Biographiearbeit - eine Einführung
- Lebensrhythmen in Zusammenhang mit Krankheit erkennen und heilend nutzen
Dass der Mensch sich zyklisch entwickelt, hat schon Solon vor mehr als fünfundzwanzig Jahrhunderten erkannt. Systematisch ausgebaut und für die Behandlung genutzt wird dieses Wissen jedoch erst nach dem Aufkommen der anthroposophischen Therapie. Die abenteuerliche Reise durch den Lebenslauf der Künstlerin Romy Schneider wird unter medizinischen Gesichtspunkten zum hochinteressanten Anschauungserlebnis.
(E) Anthroposophisch-therapeutische Praxis -
Über die Grundlagen hinaus will dieses Seminar den Übergang in die eigene Praxis vermitteln helfen. Einzelne Krankheiten werden besprochen, diagnostische Möglichkeiten ins Auge gefasst und Therapieansätze diskutiert.
Die Begleitung und Beratung von Schwangeren und Stillenden wird ins Auge gefasst, denn besondere Lebenssituationen brauchen besondere Fürsorge.
Auch die Kinderheilkunde hat in der Anthroposophie einen hohen Stellenwert, denn in jungem Alter wird ein Großteil der Gesundheit angelegt. Kinder sind nicht nur kleine Erwachsene: Die allmähliche Verwandlung von Wuchskräften zu Denkkräften muss adäquat geschützt und begleitet werden, damit dem heranwachsenden Menschen später eine gesunde Basis als Träger der höheren Wesensglieder zur Verfügung steht.
Neben Kinderkrankheiten und ihren Bedeutungen, Impfungen und Erziehungsfragen werden auch allgemeine Verhaltensempfehlungen angesprochen. Ernährung als wichtiger Gesundheitsfaktor wird besprochen. Allergien sind bei uns die Volkskrankheit Nummer eins. Wir untersuchen, ob wir allergischen Prozessen wirklich so hilflos ausgesetzt sind, oder ob es Anhalte zur Prophylaxe gibt. Wir schauen, ob die gängigen Diagnoseverfahren immer sinnvoll sind, ob gar eine Therapie möglich ist und wie sie aussehen soll.
Schließlich beleuchten wir die Anthroposophische Krebsbehandlung, insbesondere spezifische und unspezifische Wirkungen der Misteltherapie: Denn spätestens mit der nebenwirkungsarmen Misteltherapie ist die Anthroposophische Heilkunde weltberühmt geworden: Hat sie doch inzwischen Tausenden von Krebspatienten sehr geholfen. Obwohl die Pflanze bis zu den Zwanzigerjahren des 20. Jahrhunderts als Krebstherapeutikum weder in der Schul- noch in der Volksmedizin bekannt war.
Das Besondere ist, dass Rudolf Steiner der Mistel ihr Heilpotential in Bezug auf Krebs ansah, und zwar längst bevor Laboranalysen in vitro die krebszelltötenden und immunstimulierenden Eigenschaften von Inhaltsstoffen wie Lektinen und Viskotoxinen bestätigten. Die Anschauungen, die zu dieser Erkenntnis führten, sollen nachvollzogen werden. Schließlich werden die praktische Anwendung und Therapieschemata so weit besprochen, dass eine Behandlung danach selbständig durchgeführt werden kann. Anhand von Fällen aus der Praxis wird diagnostisches und therapeutisches Vorgehen veranschaulicht. Gerne können auch eigene Fälle mitgebracht werden, gegebenenfalls auch vorab und schriftlich, um eine umso gründlichere Abhandlung zu gewährleisten. Nach Anmeldungen können selbstverständlich auch Life-Patienten mitgebracht werden.
Einführung in die anthroposophisch erweiterte Pflege
In diesem Kurs wollen wir uns mit den spirituellen Grundlagen der anthroposophisch erweiterten Alten- und Krankenpflege beschäftigen. Welche Seelenkräfte muss ich in mir wachrufen, um menschengemäß pflegen zu können?
Vielfach wird die Arbeit in der Pflege hauptsächlich als Kräfte zehrend und anstrengend erlebt. Finde ich in der Beschäftigung mit übergeordneten Gesichtspunkten Kraftquellen, die mich den pflegerischen Alltag besser bewältigen lassen?
Hochaktuelle Fragestellungen angesichts der gerade in sozialen Berufen weit verbreiteten Phänomene wie Burn-Out oder Mobbing.
Im Mittelpunkt des Kurses wird das Konzept der „Pflegerischen Geste“ stehen. Dieses führt uns sowohl zu den anthroposophisch menschen- kundlichen Aspekten der Pflege, als auch zu ganz praktischen Fragen der Umgehensweise mit konkreten pflegerischen Situationen. Hinweise zur zeitgemäßen Teambildung, die Anwendung von Schutzmeditationen und die Einbeziehung der Elemente werden ebenfalls thematisiert.
Heilpädagogik-Seminar mit künstlerischen Übungen
Heilpädagogik auf der Grundlage dieses spirituellen Menschenbildes erweitert die methodischen und therapeutischen Möglichkeiten, Kindern mit Behinderungen in ihren besonderen Entwicklungsbedingungen zu helfen.
Das Seminar zeigt die Basiselemente der anthroposophischen Heilpädagogik auf. Methoden der Heilpädagogik, diagnostische und therapeutische Wege werden mit Übungen bearbeitet.
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